Thomas Autering

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Atelier:

Markgrafenstraße 141, 44139 Dortmund

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thomas@autering.com

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DAS ZEICHNERISCHE WERK VON THOMAS AUTERING

„Die Zeichnung verzeiht nicht, wenn man etwas zu viel getan hat.“ So beschreibt Thomas Autering die Bedingungslosigkeit des zeichnerischen Mediums. Schnelligkeit und Konzentration kennzeichnen seine Arbeitsweise. Wie eine flüchtige Skizze beginnt er seine Zeichnungen, verdichtet sie durch schnelle Bewegungen zu tiefschwarzen Flächen, die sich gegen das Weiß des Papiers abheben.

Die Linienführung ist spontan und unruhig. Viele Linien und Striche überlagern sich, nie entsteht eine homogene Fläche; immer bleibt das fiebrige Spiel der Bewegung, die den Moment des Zeichnens festzuhalten scheint. Ohne jedwede Korrekturmöglichkeit sind diese Zeichnungen Ergebnis eines einzigen kraftvollen Arbeitsganges. Sowohl ab-strakte, geometrische als auch menschliche oder tierische Formen sind zu erkennen, ohne wirklich gegenständlich zu sein. Autering balanciert zwischen Abstraktion und Form oder wie er selbst formuliert: „Es reichen zwei Linien, um einen Stock zu zeigen. Der Betrachter denkt zu Ende.“

DIE ZEICHNUNG IST AUTARK

Auterings Zeichnungen haftet das Fragmentarische, das Unvollendete an. Ein Reiz, dessen er sich wohl bewusst ist und weshalb er sich für das Medium der Zeichnung entschieden hat. „Ich benötige keine Farbe, keine Malerei, keine Skulptur. Die Zeichnung ist autark.“ Sie lässt ihm alle Möglichkeiten des Ausdrucks. Die reine Verwendung des Graphitstiftes bietet ihm hierfür einen großen Spielraum, den er variationsreich auszuschöpfen sucht. Das Ausloten von Eindimensionalität der Linie einerseits und das Erzeugen von Räumlichkeit durch die schwarze Graphitfläche andererseits sind ihm besonders wichtig: „Durch den Hell-Dunkel-Kontrast kann ich modellieren. Die Linie als solche hat keine Dimension, aber durch die Überlagerung der Linien erlangt die Zeichnung Räumlichkeit.“ Mit dem öligen, weichen Graphitstift werden Linien übereinander gelagert und schaffen in ihrer Dichte, mal mehr, mal weniger Volumen. Durch das schnelle Auftragen des Graphits entstehen Schraffuren, die das Schwarz lebendig erscheinen lassen. Durch den ständigen Wechsel der Linien, glänzt je nach Lichteinfall die Graphitoberfläche und gewinnt Tiefe und Plastizität. „Das Schwarz meiner Zeichnungen ist keine reine Fläche; sie ist nicht homogen, sondern beinhaltet Unruhe in der Tiefe. Darin ist Leben enthalten“, umschreibt Autering diese bewusst hervorgerufene Wirkung.

DYNAMISCHE KOMPOSITIONEN

Die Zeichnungen sind fein und doch durch die ölige Beschaffenheit des Graphits kraftvoll und satt, der sich glänzend vom stumpfen, flächigen Weiß des Papiers abhebt. Autering setzt diesen Kontrast in ein spannungsvolles Verhältnis innerhalb der Blattgröße. Damit das Schwarz wirken kann, wird ihm eine entsprechende Menge Weißraum entgegengestellt, in den es hineinragen kann. Auf zumeist großformatigen Blättern setzt Autering seine Liniengebilde in dynamische Kompositionen und bezieht den Rand oftmals mit ein, ohne dadurch zu begrenzen, sondern vielmehr die Zeichnung über den Bildrand hinaus zu imaginieren. Ohne Begrenzung und Konkretisierungsversuche. Mit dem Begriff Freiraum könnte vielleicht auch am ehesten Auterings zeichnerisches Werk charakterisiert werden, dass jede Einengung vermeiden will und stattdessen das Nötigste verdichtet. Weder Titel noch naheliegende Assoziationen sollen wachgerufen werden, sondern die Linie in ihrer Vielfalt zum reinen Ausdruck werden.

Kurzbiografie

1970 geboren in Lüdinghausen
1991 – 1996 Studium an der FH Münster, Fachrichtung Objekt-Design, Diplom
seit 2005 Mitglied BBK Westfalen, www.bbk-westfalen.de
Thomas Autering lebt seit 2007 in Dortmund

Arbeitsweise

Mein künstlerischer Schwerpunkt liegt auf Grafitzeichnungen. Reduktion auf den Strich als Mittel, Modulation durch Überlagerung der Linien, spontane Entwicklung während des Entstehens, großzügige Gesten.

Auswahl Ausstellungen

Offene Ateliers Dortmund 24.-25.05.2014
Ausstellung „Schwarz/Weiss+1“, Artlet-Studio, Münster 06.04.-18.05.2014
Themenausstellung „Schwarz, Weiß und Zwischentöne“, Dortmund 2014
Gruppenausstellung „WKD“, BIG gallery, Dortmund 2013
Gruppenausstellung „Das Beste zum Schluss“, Museum am Ostwall, Dortmund 2013
„Spannungsüberschläge“, Hamm 2013
Ausstellung Galerie Artlet „schwarz auf weiß“, Dortmund 2012
Teilnahme offene Ateliers Dortmund 2012
Ausstellung Papier und Objekt, Adamsgalerie, Soest 2012
Ausstellung „colour yellow“ und „red“, Bad Honnef 2011 und 2010
Einzelausstellung „Linientreu“, Adamsgalerie Raum19, Soest 2009
Einzelausstellung Galerie Brötzinger Art, Pforzheim 2008
“Hier und jetzt”, Gustav-Lübcke Museum, Hamm 2008
Brücken-Festival, Ludendorf-Brücke Remagen 2007
Themenausstellung “Kokon”, Menden 2007
KunstQuadrate, Zeche Zollverein Essen 2006
Kunstprojekt „Fernwärme“, Innenstadt Dortmund 2006
Burg-Art, Lüdinghausen 2006 und 2005
BBK-Themenausstellung „Wandlungsprozesse“
Wissenschaftspark Gelsenkirchen 2006
Gruppenausstellung „Stadt, Land, drei Leichen“, Menden 2006
Themenausstellung „ARTor-Wand“, Galerie Art-isotope, Dortmund 2006
Frühjahrssalon Junge Kunst „Kompositionen“, Bad Honnef 2006
Einzelausstellung „schwarz“, Menden 2005
EN-Kunst, Ennepetal 2004